Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit
Steigt Feuchtigkeit aus dem Boden kapillar im Mauerwerk nach oben, ist der untere Wandbereich dauerhaft nass. Eine nachträgliche Horizontalsperre unterbricht diesen Weg im Mauerwerk – eingebracht von innen, ohne Aufgraben im Garten.
Woran sich das zeigt
- Feuchte Ränder im unteren Wandbereich, die nach oben hin abnehmen
- Weiße, mehlige Ausblühungen (Salze) auf Putz oder Mauerwerk
- Abplatzender Putz und abgängige Farbe im Sockelbereich
- Dunkle Flecken, die nach Regen oder im Winter deutlicher werden
- Modergeruch im Keller und feuchte Stellen in Bodennähe
Wann das Verfahren geeignet ist
- Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden
- Saugfähiges, kapillar durchlässiges Mauerwerk wie Ziegel oder Kalksandstein
- Schäden, die von unten nach oben abnehmen
- Erdberührte Wände, an denen außen nicht gearbeitet werden kann
Wo die Grenzen liegen
- Nicht geeignet bei drückendem Wasser oder Hangwasser – dort ist eine abweichende Planung nötig
- Risse, Arbeitsfugen und undichte Wand-Boden-Anschlüsse sind eigene Ursachen und werden gesondert behandelt
- Sehr dichte, wenig saugfähige Betonbauteile lassen sich so nicht zuverlässig erfassen
- Kondenswasser und eine undichte Leitung sehen ähnlich aus, haben aber eine andere Ursache
- Starke Salzbelastung verlangt zusätzlich einen passenden Putzaufbau
So wirkt es im Mauerwerk
Die Sperre ist keine Folie im Mauerwerk, sondern eine Veränderung der Poren: Der behandelte Querschnitt nimmt kein Wasser mehr kapillar auf.
- Das Bohrbild
Die Bohrungen sitzen im Winkel von etwa 45° im unteren Wandbereich, je nach Mauerwerk in Abständen von 12,5 bis 25 cm. Sie bilden eine Ebene quer durch die Wand.
- Die Verteilung
Das in Trägeröl gelöste Polymer verteilt sich mit dem Kapillarwasser bis in feinste Risse und Poren. Es mischt sich nicht mit dem Porenwasser und wirkt auch in vollständig gesättigtem Mauerwerk.
- Die Aushärtung
Das Trägeröl verdunstet vollständig. Zurück bleibt ein wasserabweisender Film auf den Porenwandungen. Nach etwa drei Wochen Reaktionszeit ist die Sperrschicht ausgebildet.

Die Poren bleiben offen und werden nur wasserabweisend beschichtet – das Mauerwerk kann weiter diffundieren. Für diese Sperre muss nichts aufgegraben werden.
So läuft die Ausführung ab
- Befund vor Ort
Wir prüfen Mauerwerk, Feuchteverteilung und die wahrscheinliche Ursache, messen die Feuchtigkeit und fragen nach Baujahr, Nutzung und früheren Abdichtungen.
- Festlegung des Verfahrens
Erst nach dem Befund steht fest, ob eine Horizontalsperre passt, in welcher Höhe sie liegt und wie viele Ebenen im Mauerwerk erfasst werden müssen.
- Vorbereitung des Bereichs
Der betroffene Wandbereich wird zugänglich gemacht, Möbel und Einbauten werden berücksichtigt. Vorhandene Schäden halten wir vor Beginn fest.
- Einbringen der Sperre
Die Horizontalsperre wird im unteren Mauerwerk eingebracht. Für diese Leistung setzen wir BKM HZ 250 Pro ein, ein Injektionsmittel mit 0 % VOC – diese Angabe gilt nur für dieses Produkt.
- Austrocknung und Nachkontrolle
Danach trocknet das Mauerwerk je nach Dicke und Belastung über Monate aus. Wir messen die Entwicklung nach und stimmen den weiteren Putzaufbau darauf ab.
Welche Faktoren die Kosten bestimmen
- Länge und Dicke der betroffenen Wand sowie die Zahl der durchfahrenen Mauerebenen
- Mauerwerksart und Saugfähigkeit – dichtes Mauerwerk braucht ein anderes Bohrbild
- Zugänglichkeit von Höhe, Einbauten, Möbeln und engen Kellerräumen
- Zusätzliche Arbeiten wie Putzabnahme, Salzbehandlung und neuer Wandaufbau
- Aufwand für Nachmessungen und Dokumentation
Pauschalpreise ohne Kenntnis des Objekts wären unseriös: Zwei Keller mit gleicher Fläche können sehr unterschiedliche Kosten verursachen. Nach der kostenlosen Schadensanalyse erhalten Sie ein nachvollziehbares Angebot über den beschriebenen Umfang.
Häufige Fragen
Hilft eine Horizontalsperre bei drückendem Wasser?
Nein. Bei drückendem Wasser oder Hangwasser reicht eine waagerechte Sperrzone nicht, weil Wasser auch seitlich und über die Bodenplatte eintritt. Wir prüfen das vor Ort und sagen Ihnen, wenn ein anderes Verfahren nötig ist.
Muss der Garten aufgegraben werden?
Nein. Die Horizontalsperre wird von innen eingebracht. Eine Abdichtung von außen bieten wir nicht an.
Wie lange dauert es, bis die Wand trocken ist?
Das hängt von Mauerwerksdicke, Salzbelastung und Belüftung ab. Erfahrungsgemäß braucht der Bereich Monate, bis er messbar abtrocknet. Wir messen nach und sagen Ihnen, wann der Putzaufbau sinnvoll ist.
Ist das Material schadstoffarm?
Für die Horizontalsperre verwenden wir BKM HZ 250 Pro mit 0 % VOC. Für andere Produkte gilt diese Angabe ausdrücklich nicht.
Ein Abdichtungsverfahren setzen wir erst nach Befund, Prüfung des Mauerwerks und Einschätzung der Wasserbelastung ein. Bautrocknung, Schimmelsanierung und Außenabdichtung gehören nicht zu unserem Leistungsumfang.
Feuchte Wand? Wir prüfen die Ursache vor Ort.
Kostenlose Schadensanalyse in Mittelhessen, der Wetterau und im Hochtaunus – meist innerhalb von 24 Stunden. Die Ausführung erfolgt erst nach Ihrer Beauftragung.
